manulo

  Startseite
  Über...
  Archiv
  Events
  Music
  Projekte
  Pics
  Reports
  Stuff
  Supports
  Gästebuch
  Kontakt
 



  Links
   Comanero
   "Deine Stimme gegen Armut"
   Jamaram
   Kellerkinder
   Musiker - Board
   Pace Flaggen Aktion
   Rumbuddl
   Schalldeckel
   Snakehunter
   Wyred Up
   Zahlenpilz.de



http://myblog.de/manulo

Gratis bloggen bei
myblog.de





Hier in der Music - Section dreht sich wie man sich denken kann alles only about music .
Es wird CD-Reviews, Bandvorstellungen, Songs usw geben, damit Ihr nicht auf dem Trockenen sitzt.
_________________________________________________

Incubus - Light Grenades

Image Hosted by ImageShack.us

Zwei Jahre nach "A Crow Left Of The Murder" werfen Incubus wieder ihre Granaten auf den geneigten Hörer: "Light Grenades" lautet der Name des neuen Albums und beginnt so, wie man es sich von den Kaliforniern erhofft.

Der Opener "Quicksand", erinnert an Radioheads "Everything In Its Right Place" und macht Laune, Brandon Boyds Produkte weiter zu inspizieren. Ob jedes Stück in seinem musikalischen Waffenschrank so wunschlos glücklich macht? Der richtige Anfangskracher kommt erst mit "A Kiss To Send Us Off".

Eingeleitet von einer Passage, die fast wie die Probe eines Sinfonie-Orchesters klingt, drängt sich der Part, auf den man eh schon wartet, endlich vor. Das rockt. In geisterhaftem Nachhall zieht sich Boyds Stimme durch laute Gitarren, Drums und Refrainshouts im Stile Limp Bizkits. Und mit den letzten Sekunden unterschreibt man ihm endgültig den Lieferschein für einen zukünftigen Incubus-Klassiker à la "Megalomaniac" oder "Are You In?".

"Dig" macht genau da weiter. Im atmosphärischen Gitarrenintro sieht man fast The Edge wahlweise Herrn Johnny Buckland an der Gitarre stehen. Gefällig und angesichts des Mangels an ohrenstrapazierenden Saitengriffen fast poppig genug fürs Vormittagsradio. Trotzdem Daumen hoch.

Dasselbe gilt für die erste Singleauskopplung "Anna Molly". Auch sie erinnert vom Tempo her daran, dass Incubus eigentlich eine Rockband sind. Bis zum letzten Drittel regiert allerdings die Popmusik - wenn auch äußerst ansehnlich mit Boyds Melodramatik. Dann folgt ein lauter Endteil und mein Zwischenfazit: Die Lichtgranaten, die einen bisher attackierten, erhellen die Wohligkeit des Hörers enorm.

"Love Hurts" bombardiert einen dann aber eher mit einer Armada von Fragezeichen als von Glückshormonen. Was soll das denn? Eine nette Ballade allemal, aber die Gewöhnlichkeit kriecht hier schamlos aus allen Ecken. Obwohl Incubus mit einem gelben Aufkleber auf der CD-Hülle für dieses Stück werben, protzt es mit keinerlei Raffinessen, sondern mit einem Refrain harmlos wie aus dem Kirchengesangsbuch inklusive trivialem Text: "Love hurts / but sometimes it's a good hurt / and it feels like I'm alive".

Zuvor noch von verschiedensten positiven Eindrücken geradezu hinweg gespült, wird man hier auf den, wenn auch rockenden, Boden der Tatsachen zurückgespuckt. Was Incubus ab Track fünf abliefern, sind provokativ solide Rocksongs, an denen es nichts zu bemängeln gibt. Fast schon im Stile von Bands wie 3 Doors Down: zeitgemäß, aber irgendwie charakterlos.

Der schnelle Titeltrack "Love Grenades" trägt in seiner wuchernden Gitarrenarbeit und seinem poetisch anklangenden Text ("We're given a garden / and gave back a parking lot") fast einen punkigen Iro, was Incubus nach erster Irritation gut zu Gesicht steht. Trotzdem ist man immer wieder versucht, die Songs ab Track fünf auf jene Vielschichtigkeit und den jenen Stoff abzuklopfen, den man der Band bis dahin ungesehen abkaufte.

Laut Booklet soll Chris Kilmore Instrumente wie das Mellotron, ein elektromechanisches Keyboard, das Marxophone, eine Zitter, und das Theramin, ein skurriles Instrument das ohne Körperkontakt gespielt werden kann, verwendet haben. Genau dies sind die Dinge, für die man Incubus gleichzeitig umarmen und schütteln möchte: Mehr davon! Mag zwar sein, dass auch der zweiten hälfte der Platte solche Spielereien zu Grunde liegen. Anhören tut es sich aber nach einem schwarzen Loch, das alles außer Bass, Gitarre und Drums verschluckt.

"Pendulous Threads" lässt dann endlich wieder mit dissonantem Zusammenspiel von Boyds Gesang und Michael Einzigers Gitarren sowie Bassist Ben Kenneys Zwischenrufen. Sie haben also nicht vergessen, wie es geht! "Earth To Bella, Part II" mit elektronisch verschrammelten Gitarren einen gekonnten Schlusspunkt hinter ein Album, das einen zwiespältig zurück lässt.

Eigentlich brüsten sich Incubus kräftig für sich und ihr friedlich froh machendes, neues musikalisches Waffenarsenal. Wie sonst erklärt es sich, dass im Büchlein nicht einfach "Organ" und "Piano" angeführt sind, sondern "Hammond B3" und "Rhodes" - Markennamen.

Und deswegen der Appell an die Band, ganz in der epischen Dramatik Brandon Boyds: Spielt ruhig alles aus, was ihr habt (insgesamt dreizehn verschiedene Instrumente auf "Light Grenades"). Aber bitte mehr Lichtgranaten und weniger bodenständige Energiesparlampen. Wir vertragen die volle Dosis über die Spiellänge ein ganzes Albums hinweg!

Quelle > Laut.de
__________________________________________________

Arctic Monkeys - Favourite Worst Nightmare

Image Hosted by ImageShack.us

Der Opener prescht unruhig hervor, der Monkeys-typische Groove deutet sich hier schon an. Auch der Gesang ist unverkennbar Alex Turner, und als der kleine Wirbelsturm vorbei ist und die eingängige Akkordfolge von "Teddy Picker" beginnt, fühlt man sich bereits zuhause. Turner verknotet sich mit seinen mitunter mit Lichtgeschwindigkeit vorgetragenen Lyrics die Zunge, während die Band für ein solides Fundament baut.

So tappt der Fuß bald den Rhythmus, der Körper genießt den Moment. Doch nach dem ersten Hördurchgang bleibt nicht viel hängen. Okay, noch eine Runde. Die Affen geben Gas, das ist nicht von der Hand zu weisen. Die Tempi variieren, aber erst mit "Fluorescent Adolescent" findet sich eine Midtempo-Nummer. Hier stellt sich auch so etwas wie Eingängigkeit ein. Und dann das balladeske "Only Ones Who Know"; ist das im Hintergrund etwa eine Slide-Gitarre? So ruhig hat man die Arctic Monkeys auf ihrem Debüt noch nicht erlebt.

Erfreulich dezent ziehen die Jungs aus Sheffield mit "Do Me A Favour" wieder an, das sich lange zurückhält, um dann gegen Ende doch noch zu explodieren. Das klingt sehr untypisch, aber ist vielleicht gerade deshalb so eindrucksvoll. Mit "This House Is A Circus" ist dann wieder alles beim Alten: hektisches Drumming reibt sich lasziv an einer groovy Basslinie, darüber wird eine Schicht schwerer Gitarrenakkorde gelegt. Gegen Ende des Songs, der nahtlos in "If You Were There, Beware" übergeht, klingt das Quartett unglaublich heavy, weiter geht es mit weit aufgerissenen Gitarren, die nur zwischenzeitlich dem Sänger etwas Raum zur Stimmentfaltung geben.

Mit "The Bad Thing" hält wieder Beschwingtheit Einzug, der Stampfer "Old Yellow Brick", der sich sicher großartig in einem Elektromix machen würde, läutet nach etwas über einer halben Stunde schon wieder das Ende ein. Dieses bildet "505", ein ähnlich zurückgenommenes Stück wie "Only Ones Who Know". Anlässlich des Prelistenings vor ein paar Wochen in Berlin schrieb Kollege Philipp Schiedel: "Das stellt nicht wirklich das dar, was man als erstes Lebenszeichen nach dem großen Abräumer von 2006 erwartet hätte."

D'accord! Die Arctic Monkeys hätten es sich einfach machen können und einen lauwarmen Ausguss der Essenz aus "I Bet You Look Good On The Dancefloor", "Dancing Shoes" und "When The Sun Goes Down" zum Zweitwerk erklären können. Doch sie verschließen sich Erwartungshaltungen und haben ein Album eingespielt, dass trotz aller vertrauter Elemente sicher einige Durchläufe braucht, bis es sich in den Gehörgängen festgesetzt hat. Das ist aller Ehren wert.

Quelle > Laut.de



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung